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Bareiss Experience Days 2026 brachten Experten aus Industrie und Forschung in Oberdischingen zusammen.
Bareiss Experience Days 2026 brachten Experten aus Industrie und Forschung in Oberdischingen zusammen.
3 … 2 … 1 …
Der Countdown läuft. Die Gespräche verstummen, alle Blicke richten sich nach vorne. Mit den letzten Sekunden beginnt das Launch-Video unter dem Motto „The Future has a Pulse“. Wenige Augenblicke später wird der neue Pulsed Mechanical Analyzer (PMA) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Spontaner Applaus erfüllt den Raum – einer der emotionalen Höhepunkte der Bareiss Experience Days 2026.
Dabei markierte die Vorstellung des neuen Messsystems keineswegs das Ende der Veranstaltung. Sie bildete vielmehr den Höhepunkt der Experience Night, die den ersten Veranstaltungstag bewusst unterbrach und den fachlichen Austausch in einem besonderen Rahmen fortsetzte. Erst am folgenden Morgen griffen Prof. Dr. Jorge Lacayo-Pineda und Prof. Dr. Claus Wrana den Faden wieder auf und ordneten das neue Messkonzept wissenschaftlich ein.
Doch schon lange vor dem Countdown war deutlich geworden, dass sich die beiden Veranstaltungstage um weit mehr drehten als die Vorstellung eines neuen Prüfgeräts. Unabhängig davon, ob über Polymerphysik, Rezepturentwicklung, Extrusion, Werkstoffprüfung oder numerische Simulation gesprochen wurde – immer wieder stand dieselbe Frage im Raum:
Welche Materialinformationen benötigen wir künftig, um Elastomere nicht nur zu prüfen, sondern ihr Verhalten wirklich zu verstehen?
Vor diesem Hintergrund trafen sich Ende Juni rund 80 Fachleute und Referenten aus Wissenschaft und Industrie in Oberdischingen. Ziel der Bareiss Experience Days war nicht die Vorstellung einzelner Prüfgeräte, sondern der gemeinsame Blick auf die Zukunft der Materialcharakterisierung.
Bereits in seiner Begrüßung griff Gastgeber Oliver Wirth diesen Gedanken auf. Innovation entsteht nicht allein durch moderne Maschinen oder neue Technologien. Entscheidend sind Menschen, die bereit sind, bestehende Ansätze zu hinterfragen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. Genau dieser offene Dialog prägte die Atmosphäre der gesamten Veranstaltung.
Vom Messwert zum Materialverständnis
Bereits die ersten Vorträge machten deutlich, dass sich die Materialcharakterisierung derzeit in einem grundlegenden Wandel befindet. Im Mittelpunkt stand nicht mehr die Frage, welche Kennwerte ein Prüfgerät liefern kann, sondern welche Informationen tatsächlich benötigt werden, um Werkstoffe zu verstehen und ihr Verhalten im späteren Verarbeitungsprozess realitätsnah abzubilden.
Den wissenschaftlichen Rahmen hierfür setzte Prof. Dr. Dietmar Auhl. Ausgehend von den molekularen Zusammenhängen zwischen Polymerstruktur und Werkstoffeigenschaften zeigte er, warum das Verhalten moderner Elastomere mit klassischen linearen Prüfmethoden nur unvollständig beschrieben werden kann. Seine Ausführungen machten deutlich, dass für ein tieferes Materialverständnis zusätzliche Informationen über das nichtlineare Werkstoffverhalten erforderlich sind.
Dass diese Informationen künftig nicht nur gewonnen, sondern auch intelligent genutzt werden müssen, zeigte Henrik Löffler am Beispiel der digitalen Rezepturentwicklung. Der eigentliche Mehrwert liegt dabei nicht allein in der Digitalisierung von Rezepturen, sondern in der strukturierten Verknüpfung von Rezeptur-, Prozess- und Messdaten. Erst hochwertige und konsistente Daten ermöglichen es, Zusammenhänge systematisch auszuwerten und Entwicklungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten.
Ergänzend hat Benjamin Herz die neueste Generation der Software BareissOne vorgestellt. Durch die Anbindung zahlreicher eigener und marktüblicher Prüfgeräte, eine Server-Client-Architektur für standortübergreifendes Arbeiten sowie offene LIMS-Schnittstellen lassen sich Materialdaten zentral verwalten und unternehmensweit nutzen. Die Digitalisierung endet damit nicht bei der Messwerterfassung, sondern schafft die Grundlage für konsistente und durchgängige Datenprozesse entlang der gesamten Werkstoffentwicklung.
Einen Perspektivwechsel brachte anschließend Dr. Gerard Nijman. Aus Sicht der Kautschukextrusion stellte er die Frage, welche Materialinformationen heute tatsächlich benötigt werden, um Verarbeitungsprozesse realitätsnah abzubilden. Anhand praktischer Beispiele zeigte er nicht nur, welche Kenngrößen bereits verfügbar sind, sondern vor allem, welche Informationen bislang fehlen. Genau diese Wissenslücken begrenzen derzeit die Aussagekraft vieler Simulationsmodelle – und definieren zugleich die Anforderungen an zukünftige Prüfmethoden.
Wie sich diese Lücken durch neue Messverfahren schließen lassen könnten, zeigten die folgenden Beiträge. Prof. Dr. Volker Herrmann demonstrierte anhand einer bildgestützten Dehnungsanalyse, dass moderne optische Messverfahren lokale Materialunterschiede sichtbar machen können, die in klassischen Zugversuchen verborgen bleiben. Prof. Dr. Herbert Baaser spannte den Bogen von der experimentellen Werkstoffprüfung bis zum numerischen Materialmodell und verdeutlichte, wie dynamisch-mechanische Messungen zur Entwicklung belastbarer Materialmodelle beitragen.
Dass auch etablierte Prüfverfahren kontinuierlich hinterfragt werden müssen, machte Patrick Heyer deutlich. Seine kritische Analyse der heute üblichen Vulkanisationsrheologie zeigte, dass sich Werkstoffe in den vergangenen Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt haben, viele Messprinzipien jedoch nahezu unverändert geblieben sind. Er plädierte dafür, Randbedingungen und Messgeometrien konsequent zu überprüfen, um reproduzierbare und physikalisch belastbare Materialinformationen zu erhalten.
Den Abschluss dieses Themenblocks bildete Timo Gebauer, der den Blick auf die numerische Simulation richtete. Seine Botschaft war ebenso einfach wie prägnant: Simulationen sind heute nicht mehr durch die Rechenleistung begrenzt, sondern durch die Qualität der verfügbaren Materialmodelle. Die Leistungsfähigkeit moderner Simulationssoftware hängt deshalb unmittelbar von der Aussagekraft der experimentell bestimmten Materialdaten ab.
Innovation entsteht im Dialog
Mit der Experience Night wechselte die Veranstaltung bewusst den Rahmen. Der fachliche Austausch verlagerte sich vom Vortragsraum direkt in die Produktionshallen von Bareiss, wo sich die Gespräche in einer besonderen Atmosphäre fortsetzten. Die Vorträge gingen nahtlos in persönliche Diskussionen über, Referenten und Teilnehmer vertieften Fragestellungen aus Wissenschaft und Praxis und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Die Produktion selbst wurde dabei zur Bühne der Veranstaltung: Entlang der Themenwelten „Tradition & Heimat“, „Innovation“, „Präzision & Qualität“, „Weltweit“ und „Alles aus einer Hand“ erhielten die Gäste Einblicke in die Philosophie des Unternehmens und die Werte, die hinter den vorgestellten Entwicklungen stehen.
Ein Teilnehmer brachte seine Eindrücke auf den Punkt:
„Bei all den derzeitigen Diskussionen über die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands waren die Bareiss Experience Days eine wohltuende Ausnahme. Die Premiere des neuen Pulsed Mechanical Analyzer live mitzuerleben, war ein besonderes Erlebnis. Bareiss hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass echte Innovationen auch heute noch aus Deutschland kommen und der Kautschukindustrie wichtige Impulse geben.“
Der Höhepunkt des Abends war schließlich die Premiere des Pulsed Mechanical Analyzer. Bemerkenswert war dabei weniger die Vorstellung eines neuen Messgeräts als vielmehr die Art und Weise, wie sie in den fachlichen Kontext der Veranstaltung eingebettet wurde.
Mehr als eine Fachveranstaltung
Als am nächsten Morgen Prof. Dr. Jorge Lacayo-Pineda und Prof. Dr. Claus Wrana das neue Messprinzip wissenschaftlich einordneten, schloss sich der Kreis. Die Vorstellung des PMA war nicht Ausgangspunkt der Diskussion gewesen – sie war deren logische Konsequenz.
Die Bareiss Experience Days 2026 machten deutlich, dass sich die Materialcharakterisierung derzeit grundlegend verändert. Im Mittelpunkt stehen nicht länger einzelne Prüfverfahren oder Kennwerte, sondern die Frage, welche Informationen tatsächlich benötigt werden, um Werkstoffe zu verstehen, Prozesse realitätsnah abzubilden und Simulationen zuverlässig zu machen.
Als der Applaus nach der Vorstellung des Pulsed Mechanical Analyzer verklungen war, blieb vor allem eine Erkenntnis: Die Zukunft der Materialcharakterisierung wird sich nicht allein über neue Prüfgeräte entscheiden. Sie wird davon abhängen, ob es gelingt, genau die Materialinformationen zu gewinnen, die für das Verständnis moderner Werkstoffe und ihrer Verarbeitung erforderlich sind. Der PMA markierte damit weniger das Ende einer Entwicklung – sondern vielmehr ihren Anfang.
Wir haben Erfahrung.
Seit 1954 sind wir im Bereich Messtechnik tätig – mittlerweile in der dritten Generation.
Wir bleiben uns treu.
Alle unsere Produkte werden in Deutschland entwickelt und hergestellt.
Wir sind akkreditiert.
Unser DAkks akkreditiertes Kalibrierlabor ist nach DIN EN/IEC 17025 zertifiziert.
Wir engagieren uns.
Wir sind Mitglied im DIN-Ausschuss und setzen dort Maßstäbe im Bereich Härte.
Wir haben Erfindergeist.
In den letzten Jahrzehnten wurden von uns über 25 Patente entwickelt und angemeldet.
Wir vertreiben weltweit.
Wir und unsere Partner sind an jedem Ort dieser Welt für Sie da.
Bareiss Experience Days 2026 brachten Experten aus Industrie und Forschung in Oberdischingen zusammen.
3 … 2 … 1 …
Der Countdown läuft. Die Gespräche verstummen, alle Blicke richten sich nach vorne. Mit den letzten Sekunden beginnt das Launch-Video unter dem Motto „The Future has a Pulse“. Wenige Augenblicke später wird der neue Pulsed Mechanical Analyzer (PMA) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Spontaner Applaus erfüllt den Raum – einer der emotionalen Höhepunkte der Bareiss Experience Days 2026.
Dabei markierte die Vorstellung des neuen Messsystems keineswegs das Ende der Veranstaltung. Sie bildete vielmehr den Höhepunkt der Experience Night, die den ersten Veranstaltungstag bewusst unterbrach und den fachlichen Austausch in einem besonderen Rahmen fortsetzte. Erst am folgenden Morgen griffen Prof. Dr. Jorge Lacayo-Pineda und Prof. Dr. Claus Wrana den Faden wieder auf und ordneten das neue Messkonzept wissenschaftlich ein.
Doch schon lange vor dem Countdown war deutlich geworden, dass sich die beiden Veranstaltungstage um weit mehr drehten als die Vorstellung eines neuen Prüfgeräts. Unabhängig davon, ob über Polymerphysik, Rezepturentwicklung, Extrusion, Werkstoffprüfung oder numerische Simulation gesprochen wurde – immer wieder stand dieselbe Frage im Raum:
Welche Materialinformationen benötigen wir künftig, um Elastomere nicht nur zu prüfen, sondern ihr Verhalten wirklich zu verstehen?
Vor diesem Hintergrund trafen sich Ende Juni rund 80 Fachleute und Referenten aus Wissenschaft und Industrie in Oberdischingen. Ziel der Bareiss Experience Days war nicht die Vorstellung einzelner Prüfgeräte, sondern der gemeinsame Blick auf die Zukunft der Materialcharakterisierung.
Bereits in seiner Begrüßung griff Gastgeber Oliver Wirth diesen Gedanken auf. Innovation entsteht nicht allein durch moderne Maschinen oder neue Technologien. Entscheidend sind Menschen, die bereit sind, bestehende Ansätze zu hinterfragen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. Genau dieser offene Dialog prägte die Atmosphäre der gesamten Veranstaltung.
Vom Messwert zum Materialverständnis
Bereits die ersten Vorträge machten deutlich, dass sich die Materialcharakterisierung derzeit in einem grundlegenden Wandel befindet. Im Mittelpunkt stand nicht mehr die Frage, welche Kennwerte ein Prüfgerät liefern kann, sondern welche Informationen tatsächlich benötigt werden, um Werkstoffe zu verstehen und ihr Verhalten im späteren Verarbeitungsprozess realitätsnah abzubilden.
Den wissenschaftlichen Rahmen hierfür setzte Prof. Dr. Dietmar Auhl. Ausgehend von den molekularen Zusammenhängen zwischen Polymerstruktur und Werkstoffeigenschaften zeigte er, warum das Verhalten moderner Elastomere mit klassischen linearen Prüfmethoden nur unvollständig beschrieben werden kann. Seine Ausführungen machten deutlich, dass für ein tieferes Materialverständnis zusätzliche Informationen über das nichtlineare Werkstoffverhalten erforderlich sind.
Dass diese Informationen künftig nicht nur gewonnen, sondern auch intelligent genutzt werden müssen, zeigte Henrik Löffler am Beispiel der digitalen Rezepturentwicklung. Der eigentliche Mehrwert liegt dabei nicht allein in der Digitalisierung von Rezepturen, sondern in der strukturierten Verknüpfung von Rezeptur-, Prozess- und Messdaten. Erst hochwertige und konsistente Daten ermöglichen es, Zusammenhänge systematisch auszuwerten und Entwicklungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten.
Ergänzend hat Benjamin Herz die neueste Generation der Software BareissOne vorgestellt. Durch die Anbindung zahlreicher eigener und marktüblicher Prüfgeräte, eine Server-Client-Architektur für standortübergreifendes Arbeiten sowie offene LIMS-Schnittstellen lassen sich Materialdaten zentral verwalten und unternehmensweit nutzen. Die Digitalisierung endet damit nicht bei der Messwerterfassung, sondern schafft die Grundlage für konsistente und durchgängige Datenprozesse entlang der gesamten Werkstoffentwicklung.
Einen Perspektivwechsel brachte anschließend Dr. Gerard Nijman. Aus Sicht der Kautschukextrusion stellte er die Frage, welche Materialinformationen heute tatsächlich benötigt werden, um Verarbeitungsprozesse realitätsnah abzubilden. Anhand praktischer Beispiele zeigte er nicht nur, welche Kenngrößen bereits verfügbar sind, sondern vor allem, welche Informationen bislang fehlen. Genau diese Wissenslücken begrenzen derzeit die Aussagekraft vieler Simulationsmodelle – und definieren zugleich die Anforderungen an zukünftige Prüfmethoden.
Wie sich diese Lücken durch neue Messverfahren schließen lassen könnten, zeigten die folgenden Beiträge. Prof. Dr. Volker Herrmann demonstrierte anhand einer bildgestützten Dehnungsanalyse, dass moderne optische Messverfahren lokale Materialunterschiede sichtbar machen können, die in klassischen Zugversuchen verborgen bleiben. Prof. Dr. Herbert Baaser spannte den Bogen von der experimentellen Werkstoffprüfung bis zum numerischen Materialmodell und verdeutlichte, wie dynamisch-mechanische Messungen zur Entwicklung belastbarer Materialmodelle beitragen.
Dass auch etablierte Prüfverfahren kontinuierlich hinterfragt werden müssen, machte Patrick Heyer deutlich. Seine kritische Analyse der heute üblichen Vulkanisationsrheologie zeigte, dass sich Werkstoffe in den vergangenen Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt haben, viele Messprinzipien jedoch nahezu unverändert geblieben sind. Er plädierte dafür, Randbedingungen und Messgeometrien konsequent zu überprüfen, um reproduzierbare und physikalisch belastbare Materialinformationen zu erhalten.
Den Abschluss dieses Themenblocks bildete Timo Gebauer, der den Blick auf die numerische Simulation richtete. Seine Botschaft war ebenso einfach wie prägnant: Simulationen sind heute nicht mehr durch die Rechenleistung begrenzt, sondern durch die Qualität der verfügbaren Materialmodelle. Die Leistungsfähigkeit moderner Simulationssoftware hängt deshalb unmittelbar von der Aussagekraft der experimentell bestimmten Materialdaten ab.
Innovation entsteht im Dialog
Mit der Experience Night wechselte die Veranstaltung bewusst den Rahmen. Der fachliche Austausch verlagerte sich vom Vortragsraum direkt in die Produktionshallen von Bareiss, wo sich die Gespräche in einer besonderen Atmosphäre fortsetzten. Die Vorträge gingen nahtlos in persönliche Diskussionen über, Referenten und Teilnehmer vertieften Fragestellungen aus Wissenschaft und Praxis und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Die Produktion selbst wurde dabei zur Bühne der Veranstaltung: Entlang der Themenwelten „Tradition & Heimat“, „Innovation“, „Präzision & Qualität“, „Weltweit“ und „Alles aus einer Hand“ erhielten die Gäste Einblicke in die Philosophie des Unternehmens und die Werte, die hinter den vorgestellten Entwicklungen stehen.
Ein Teilnehmer brachte seine Eindrücke auf den Punkt:
„Bei all den derzeitigen Diskussionen über die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands waren die Bareiss Experience Days eine wohltuende Ausnahme. Die Premiere des neuen Pulsed Mechanical Analyzer live mitzuerleben, war ein besonderes Erlebnis. Bareiss hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass echte Innovationen auch heute noch aus Deutschland kommen und der Kautschukindustrie wichtige Impulse geben.“
Der Höhepunkt des Abends war schließlich die Premiere des Pulsed Mechanical Analyzer. Bemerkenswert war dabei weniger die Vorstellung eines neuen Messgeräts als vielmehr die Art und Weise, wie sie in den fachlichen Kontext der Veranstaltung eingebettet wurde.

Mehr als eine Fachveranstaltung
Als am nächsten Morgen Prof. Dr. Jorge Lacayo-Pineda und Prof. Dr. Claus Wrana das neue Messprinzip wissenschaftlich einordneten, schloss sich der Kreis. Die Vorstellung des PMA war nicht Ausgangspunkt der Diskussion gewesen – sie war deren logische Konsequenz.
Die Bareiss Experience Days 2026 machten deutlich, dass sich die Materialcharakterisierung derzeit grundlegend verändert. Im Mittelpunkt stehen nicht länger einzelne Prüfverfahren oder Kennwerte, sondern die Frage, welche Informationen tatsächlich benötigt werden, um Werkstoffe zu verstehen, Prozesse realitätsnah abzubilden und Simulationen zuverlässig zu machen.
Als der Applaus nach der Vorstellung des Pulsed Mechanical Analyzer verklungen war, blieb vor allem eine Erkenntnis: Die Zukunft der Materialcharakterisierung wird sich nicht allein über neue Prüfgeräte entscheiden. Sie wird davon abhängen, ob es gelingt, genau die Materialinformationen zu gewinnen, die für das Verständnis moderner Werkstoffe und ihrer Verarbeitung erforderlich sind. Der PMA markierte damit weniger das Ende einer Entwicklung – sondern vielmehr ihren Anfang.

Bareiss Experience Days 2026 brachten Experten aus Industrie und Forschung in Oberdischingen zusammen.

Auch 2026 sind wir wieder persönlich mit Fachvorträgen, Seminaren und Messen weltweit für Sie da!